andreas brecheisen
aufstellungsfelder.de

 

 

"Jeder hat ein System, 
das nicht funktioniert."

 

 

 

Die Theorie der Aufstellungsarbeit geht davon aus, dass die Herkunftsfamilie den stärksten Einfluss auf unsere Lebensgestaltung und unsere Beziehungen hat. Daraus können im ungünstigen Fall Blockaden und Einschränkungen entstehen, die den freien Fluss der Lebensenergie hemmen. Unglück, Leid und schweres Schicksal werden unbewusst übernommen und weiter getragen. 

Die Grundlagen für diese Arbeit verdanken wir Virginia Satir. Als Pionierin der Familientherapie entwickelte sie die Methoden der Familienskulptur und der Familienrekonstruktion. Das klassische Familienstellen hat Bert Hellinger in den Achtziger- und Neunzigerjahren weiterentwickelt und vertieft. Inzwischen lassen sich auch über Aufstellungen zu anderen Themen wie Gesundheit, Beruf oder Entscheidungen wertvolle Einsichten und Lösungen gewinnen.

Auch Konflikte und Fragestellungen in Institutionen und Betrieben können sehr gut mit einer Aufstellung angegangen werden.

In System-Aufstellungen zeigen sich die Spannungen und Konflikte, aber auch die positiven und liebevollen Verbindungen innerhalb eines bestimmten Gefüges. 

Die Dreiheit jeder Aufstellung:

Energie - Ordnung - Realität

In jeder Aufstellung offenbart sich ein Energiefeld, das sogenannte "wissende Feld", in das die Stellvertreter eingebunden sind. Diese spüren sehr schnell die Gefühle und auch körperliche Symptome der Menschen, für die sie sich zur Verfügung gestellt haben. Dies funktioniert genauso für andere, abstrakte Elemente. 

Jedem System liegt eine zunächst verborgene Ordnung zu Grunde, egal ob wir ihr zustimmen oder sie ablehnen. In jeder Aufstellung zeigt sich aufs Neue, ob diese Ordnung dem System dient oder ob sie verändert werden darf. In Aufstellungen gelingt es, zu den tieferen Schichten dieser Ordnung vorzudringen und sie sichtbar zu machen. Ein System strebt ständig nach einem Ausgleich. Störungen im System entstehen auch dann, wenn die Ordnung bewusst oder unbewusst mißachtet wird. 

Aufstellungen bringen Energien ans Licht, die in Systemen wirken, ohne dass damit eine bestimmte Realität oder bekannte Fakten verknüpft sein müssen. Konkrete Fakten sollen benannt und ausgesprochen werden, damit etwas klar wird und sich lösen kann. Die Sprache ist ein sehr wichtiges Ausdrucksmittel in Aufstellungen. Deshalb ist es wichtig, sie sehr gezielt einzusetzen, um das Wesentliche heraus arbeiten zu können. Oft gelingt das anscheinend Selbstverständliche nicht, zum Beispiel als Kind zur Mutter zu sagen: "Ich bin deine Tochter".

Das Anliegen kann sich auf die Herkunfts- oder Gegenwartsfamilie beziehen, aber auch auf andere Fragestellungen. Auch hemmende innere Sätze, die einem immer wieder einen Streich spielen, lassen sich sehr gut aufstellen (z.B. "Ich bin nichts wert."). Dies gilt ebenso für Symptome aller Art.